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Faserstoffe & Ballaststoffe

 

 

 

 

Faserstoffe / Ballaststoffe - für was sind sie gut ?!?

 

Faserstoffe/Ballaststoffe sind in der Regel Obst, Gemüse, Salat und auch Kräuter und stellen in der Rohernährung die zweite wichtige Grundlage neben Fleisch & Co dar. Sie werden benötigt um den Magen/Darm-Inhalt eines Beutetieres zu ersetzen sowie das Fell oder Gefieder des Beutetieres. Weiters werden durch die Faserstoffe auch der Darm gepflegt und vorallem gereinigt und durchgeputzt. (ich vergleiche es immer wieder gerne wie ein Rauchfangkehrer der den Schornstein durchfegt mit seiner Bürste).

 

Weiters sind Faserstoffe auch ganz wichtig da sie für die Darmotorik und zur Anregung der Darmtätigkeit dienen sowie auch für die Auflockerung des Kots verantwortlich sind (um Verstopfungen zu vermeiden).

 

Am besten verwendet man immer saisionielles Gemüse/Obst/Salat und Kräuter da diese noch zusätzlich im Rhytmus der Natur sind und keine langen Fahrtzeiten hinter sich haben, somit auch noch keinen nennenswerten Vitaminverlust in Kauf nehmen mussten.

 

Bei pflanzlichen Lebensmitteln muss erst die Zellstruktur aufgeschlossen werden da dem Hund/Katze die benötigten Enzyme dafür fehlen. Man muss Faserstoffe/Ballaststoffe immer vorher pürieren oder mit einer Gemüserapsel fein raspelt. Manche Gemüsesorten kann man vorher dünsten und dann zu Brei zerdrücken ecetera.

 

 

 

Faserstoffe werden für eine gute Mikroflora (Darmflora) benötigt

 

Bestimmte Faserstoffe wie Fruktooligosaccharide und Mannanoligosaccharide sind besonders wichtig zur Erhaltung einer gesunden Darmflora indem sie das Wachstum von „guten“ Bakterien fördern.

 

Faserstoffe wie Obst und Gemüse stellen neben Fleisch, Innereien, Knochen und Fett eine wichtige Grundlage der Ernährung dar.

 

 

 

Welche Faserstoffe dürfen verfüttert werden

 

 

 

Der Hund

sollte zwischen 10-30% an Faserstoffe/Ballaststoffe/sekundären Pflanzenstoffen bekommen

Diese unterteilt man in 75% Gemüse/Salat und 25% Obst

 

 

 

Die Katze

Die natürliche Nahrung der Katzen enthält einen Faseranteil 1% bis 5%. Diese sollten ebenso in 75% Gemüse/Salat und 25% Obst/Beeren aufgeteilt werden. Katzen benötigen genauso sekundäre Pflanzenstoffe. Auch enthalten Obst und Gemüse/Salat verschiedene Stoffe wie Antikarzinogen (Krebshemmend), Antibakteriell, Antiviral etc....

 

 

Bei Katzen die zu Fettleibigkeit neigen oder jene die häufig Probleme mit Haarballen haben können sich Futtermittel von einem Rohfasergehalt von bis zu 10% vorteilhaft auswirken.

 

Bei Katzen eignet sich zusätzlich zu den Faserstoffen noch Flohsamenschalen (in Wasser aufgequollen) für eine gute Verdauung und Füllmenge um den Darm anzuregen

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hier einige Beispiele welche gefüttert werden dürfen (KATZE/HUND):

Gemüse/Salat Obst Nüsse Kräuter
Bohnen gedünstet (grün, rot, weiss, schwarz) Süsse Ananas Cashewnüsse (wirken gegen Depressionen) Alfalfa
Brokkoli gedünstet Äpfel Erdmandeln bzw Chufas Borretsch-Blätter
Erbsen gedünstet Apfelsinen / Nektarinen Haselnüsse Brennessel-Blätter / Brennessel-Samen
Fenchelgemüse gedünstet Aprikosen ohne Kerne Kokosflocken (sehr Selenhältig) Brunnenkresse
Gurken roh Bananen Kürbiskerne (sehr Zinkhältig) Dill
Karfiol gedünstet Beeren (Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, ...) Mandeln (sehr Zinkhältig) Hagebutten (Vit.C)
Karotten (Möhren) roh (gekocht bei DF) Birnen Sonnenblumenkerne (sehr Eisenhältig und Vitamin E) Löwenzahnblätter
Keimlinge Feigen Walnüsse (Omega-3-Fettsäuren) Petersilie / Liebstöckl
Kohlrabi gedünstet (könnte Blähungen verurschen) Kirschen   Vogelmiere
Kraut (Sauerkraut... roh - gut bei verschluckten spitzen Gegenständen) Mango   Weizengras / Gerstengras
Kürbis gedünstet oder roh Kokos (alles von der Kokosnuss) Haferflocken/Haferkleie Ulmenrinde oder Rotulme (bei DF, Verstopfung, Erbrechen, Übelkeit etc)
Linsen gekocht Pflaumen Leinsamen (dunkel)  
Maiskörner gedünstet Trockenfrüchte (alles nur keine Rosinen die sind GIFTIG)   uvm....
Paprika (rot oder gelb / Grün=GIFTIG)      
Pastinaken      
Pilze gedünstet (Champignon, Austernpilze, Shiitakepilze, Heilpilze)      
Rote Beete      
Salate (Blattsalate, Chicoree, Cinakohl, Feldsalat, Eissalat, Endiviensalat...)      
Sellerie      
Spinat gedünstet      
Tomaten nur ganz reife ROTE (grüne sind absolut giftig sowie wenn sie innen noch grün sind bzw. der Stengel = giftig)      
Topinambur      
Wirsing gedünstet      
Zucchini gedünstet oder roh      
Fertigmischungen - ungewürzt und ohne Knoblauch und ohne Zwiebel    
 
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Kohlenhydrate

KOHLENHYDRATE

MERKREGEL - MERKSATZ

 

Gleichmal vorweg - KATZEN brauchen wenig bis keine Kohlenhydrate - Getreide hat in einem Katzennapf absolut NICHTS zu suchen !

 

Kohlenhydrate in der Katzennahrung sind nur in geringen Mengen für die Katze verdaulich. Sie werden wenn, als Ballaststoff benötigt. Kohlenhydrate sind meist für: Verdauungsstörungen, Übergewicht, Diabetes und Mangelerscheinungen verantwortlich.

 

In industriell hergestellten Katzenfutter eingesetzte Kohlenhydratquellen sind beispielsweise: Mais, Weizen, Reis und Kartoffeln. Man sieht, Kohlenhydrate sind NICHT Teil ihrer artgerechten Ernährung im Sinne von Beutetieren, da kein Beutetier aus Mais, Weizen, Reis oder Kartoffeln besteht oder gar aus Reismehl, oder Maismehl. Leider steigen die neumodernen Krankheit in letzter Zeit immer mehr und rasanter an. Ich empfehle KEINE Kohlenhydrate zu füttern da man diese auch nicht in einem Beutetier findet.

 

Ebenso der Meinung bin ich bei Hundefutter. Ein Wolf (in Abstammung zum Hund) reisst in der Natur keinen Maiskolben sondern Wild und Beutetiere in wessen Mägen sich Kräuter, Pflanzen, Beeren, Rinden, Blätter und vereinzelt ein paar Körner, Kartoffel, Getreide befinden können.

 

Hunde und Katzen können Glukose aus bestimmten Aminosäuren und Glukose-Ausgangsstoffen selber synthetisieren.

 

 

 

Allerdings brauchen Hunde bei kohlenhydratarmer Nahrung hochwertiges tierisches Eiweiss (sprich Fleisch, Pansen, Innereien.... - mindestens 33 % umsetzbare Energie) um den Glukosebedarf durch Eigensynthese zu decken.

 

 

 

Deshalb könnte man trächtigen und laktierenden Müttern/Hündinnen in dieser Zeit etwas KH der Nahrung hinzufügen um den Energiehaushalt etwas zu unterstützen.

 

Kohlenhydrate wären: Kartoffeln, Reis, Nudeln, Mais ... - alles NUR gekocht

 

 

Bei Katzen ist davon abzuraten. Katzen sind in der Lage ihren Blutzuckerspiegel problemlos mit der Fütterung von tierischem Eiweiss zu halten.


Getreide

GETREIDE

Getreide wird seit cirka 10.000 Jahren angebaut. Die in Getreide gelobten Vitamine und Mineralstoffe kommen in fast allen anderen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Nüsse und Fleisch in viel größeren Mengen vor. Und die einige der enthaltenen Mineralstoffe sind durch die enthaltenen Phytate praktisch unzugänglich und können vom Körper gar nicht aufgenommen und verwertet werden. Das erklärt auch viele der gesundheitlichen Probleme beim Genuss von Getreide.

 

Getreide hat sehr viele Antinährstoffe welche sich negativ auf die Mineralstoffaufnahme auswirken. Antinährstoffen wird auch eine karzigene Wirkung nachgesagt oder eher gemunkelt.

 

Phytinsäure behindert "erheblich" die Aufnahme von Calcium. Oxalsäure verbindet sich mit dem Calcium und schafft somit eine unbrauchbare Verbindung sodass der Körper Calcium, so nicht mehr aufnehmen kann.

 

Getreide macht dick da die darin enthaltene Stärke in Glycogen umgewandelt wird und im Körper als Glucose (Zucker) gespeichert wird. Wenn die Speicher voll sind wird dies in Fett umgewandelt und gespeichert.

 

Nebenbei ist Getreide und dessen Antinährstoffe am häufigsten Ursache für Futtermittelallergien. Vorallem die Unverträglichkeit mit Gluten, vorallem aus Weizen und in vielen Getreidesorten ist verantwortlich für viele Allergien. Der Hund braucht physiologisch keine Kohlenhydrate und kein Getreide als Energielieferant, denn er bezieht seine Energie hauptsächlich aus tierischen Fetten und Proteinen aus Fleisch (Eiweiss).

 

Für "gesunde" Hunde ist Getreide in moderaten und geringen Mengen nicht schädlich aber brauchen tut er es nicht.

 

Für Katzen ist Getreide ein NO-GO - Getreide hat in einem Katzennapf NICHTS zu suchen

 

 

 

Degenerative Krankheiten die nachweislich durch Getreide begünstigt werden bzw dadurch verursacht werden können:

 

Arthritis / Arthrose

Allergie / Futtermittelunverträglichkeit

Autoimmunerkrankung

Darmerkrankung / IBD etc

Darmkrebs

Diabetes Mellitus

Demenz

Depressionen

Herzkrankheiten

Hautkrankheiten

Krebs allgmein

Multiple Sklerose

Pankreatitis / Bauchspeicheldrüsenkrankheit

Zahnerkrankungen

etc.....

 

Eine gute Seite hierzu ist auch http://www.zentrum-der-gesundheit.de/weizen-gluten-uebergewicht-ia.html#ixzz3EXdzvwcS

 

"Weizen - das chronische Gift" (Buchtipp)

"Die Weizenwampe" (Buchtipp) etc...

 

 

 

 

 

(Die oben genannten Daten wurden sogfältigst nach bestem Wissen und Gewissen von mir recherchiert und umfassen meinen derzeitigen Wissensstand. Die Daten stellen keine Beratungsleistung dar sondern dienen nur zu Informationszwecken für Katzen-und Hundebesitzer. Diese Informationen ersetzen keinesfalls den Besuch beim Tierarzt.)


© by Nicole Schwab - 2013